*   17. Mai 1861 Nantes
†  23. Mai 1918 Poncé-sur-le-Loir

 

Maxime ( eigentlich Maximilien Émile Louis ) Maufra war ein französischer Maler des Post-Impressionismus.

 

Biografie

Maufra begann mit 18 Jahren zu malen, inspiriert durch zwei Maler aus Nantes, die Brüder Charles Leduc (* 1831) und Alfred Leduc (etwa 1850-1913).

 

Er widmete sich der Malerei anfangs nur zeitweise, weil seine Familie ihn zu einer kaufmännischen Karriere bewegen wollte. Sein Vater schickte ihn nach Liverpool in England, damit er dort alle künstlerischen Ambitionen vergessen könne.

 

Kaum in Liverpool angekommen, betätigte er sich jedoch künstlerisch und malte. Er orientierte sich an den englischen Malern, insbesondere an Turner, dessen Bilder ihn nachhaltig beeindruckten. 1882-1883 ging er nach Schottland, ausschließlich um zu malen.

 

Nach Nantes zurückgekehrt, versuchte er es nochmals mit dem Kaufmannsberuf, doch seine Leidenschaft zur Kunst wollte er nicht aufgeben.

1886 beschickte er dann erstmals den Salon, wohl mit Erfolg. Denn ab 1890 betätigte sich Maufra endgültig als freier Künstler.

 

Er ging ein halbes Jahr nach Pont-Aven in die Bretagne zu Gauguin und seinem Kreis.

Als er aus der Bretagne zurückkehrte, war er im Jahr 1892 der erste Bewohner des Atelierhauses Bateau-Lavoir in Paris, dessen bekanntester Bewohner ab 1904 Pablo Picasso wurde.

 

Maufra hatte 1894 in Paris seine erste Einzelausstellung in der Galerie Le Barc de Boutteville.

Leben und Werk des französischen Malers n

Er arbeitete intensiv, nur unterbrochen durch Reisen in die Bretagne. Er unterhielt dort Freundschaft zu seinen Kollegen Henry Moret und Gustave Loiseau.

 

Schließlich wurde er von dem wichtigsten Pariser Kunsthändler, Paul Durand-Ruel, dem großen Förderer der Impressionisten, entdeckt. Von nun an reiste er ununterbrochen: in die Bretagne, Normandie, nach England, Schottland, Belgien und in die Dauphiné.

 

1911 richtete er sich ein Atelier in Kerhostin in der Bretagne ein. 1912 fuhr er ans Mittelmeer, 1913 nach Algerien. Im selben Jahr ließ er sich in Kerhostin nieder.

 

Maufra starb 57jährig in Poncé-sur-le-Loir, mitten bei der Arbeit, mit dem Pinsel in der Hand.


Die Werke von Maufra sind oftmals eher zart und lyrisch als effektvoll und im eigentlichen Sinne impressionistisch. Seine besten Gemälde sind farbkräftige Landschaften, in denen seine Nähe zu Moret und Loiseau spürbar wird oder die etwa mit Sisley zu vergleichen sind.

 


Maxime Maufra | Leben und Werk | Download PDF

 

Gemälde in öffentlichen Sammlungen

Eine detailliertere Übersicht finden Sie unter der Navigation "Forschung"


Dallas Museum of Art, Texas

Musée d'Orsay, Paris

Museum of Fine Arts, Boston

National Gallery of Canada, Ottawa

Clark Art Institute, Williamstown, Massachusetts

Cleveland Museum of Art, Ohio

Los Angeles County Museum

Musée des Beaux-Arts de Pont-Aven, France

Musée des Beaux-Arts de Quimper, France

Musée des Beaux-Arts de Rennes, France (in French)

Smart Museum of Art at the University of Chicago

Tate Gallery, London, UK

Thyssen-Bornemisza Museum, Madrid

Wallraf-Richartz-Museum und Fondation Courboud, Köln

 

 

 

Wichtige Ausstellungen

Maufra, Les Années de Pont-Aven et du Pouldu, Musée des Beaux-Arts de Quimper, 29 juin au 30 septembre 1996

 

 

 

Bibliografie

Arsène Alexandre, Maxime Maufra: Peintre Marin et Rustique (1861-1918), Paris, 1926

Daniel Morane, Maxime Maufra. 1861-1918.


Catalogue de l'oeuvre grave (catalogue raisonne, with supplement), Musee de Pont-Aven, 1986